Berufsunfähigkeit – ein unterschätztes Risiko zurück
Die Zukunft ist in hohem Maß von der Arbeitsfähigkeit abhängig
Ein Blick in das Jahrbuch der Gesundheitsstatistik zeigt: Im Jahr 2006 waren insgesamt 429.743 Menschen dauerhaft erwerbsunfähig, davon etwa 30.000 Neuzugänge.
Laut Statistik sind Erkrankungen des Bewegungsapparates die Hauptursache, gefolgt von psychischen Krankheiten und Kreislauferkrankungen. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Nur bei den psychischen Erkrankungen ist der Anteil an Männern und Frauen etwa gleich hoch.
Berufskrankheiten
Zu Berufsunfähigkeit können verschiedene Faktoren führen: ein Unfall in der Freizeit, eine schwere Krankheit, aber auch der Job.
Wenn die Arbeit (Krankheit oder Unfall) oder der Weg zur Arbeit die Berufsunfähigkeit verursachen, dann fällt das in den Zuständigkeitsbereich der gesetzlichen Unfallversicherung (AUVA). Sie deckt Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten ab. Der ursächliche Zusammenhang zwischen Erkrankung und Berufsausübung muss nachweisbar sein.
Immer längere Liste
Zurzeit werden 53 Berufskrankheiten rechtlich anerkannt. Lärmschwerhörigkeit steht mit fast 60 Prozent an der Spitze, gefolgt von Hauterkrankungen, Asthma und Infektionskrankheiten.
Neue Erkenntnisse über Auswirkungen von Schadstoffen oder Belastungen führen dazu, dass die Liste der Berufskrankheiten immer wieder erweitert wird. 2007 wurden 1.344 Berufskrankheiten diagnostiziert.
Private Berufsunfähigkeitsversicherung
Die private Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine Risikoversicherung, die entweder als eigenständiges Produkt oder als Zusatzpaket zu einer Kapital-, Renten- oder Risiko-Lebensversicherung abgeschlossen werden kann.
Vor allem Selbständige, Freiberufler, Gewerbetreibende, Berufseinsteiger, Familienversorger und Menschen mit einem hohen Einkommen profitieren von diesem zusätzlichen Schutz. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung sichert die Existenz des Versicherten und der ganzen Familie.
Quellen: Statistik Austria, AUVA


